| Chi-Sao aus sportlicher Sicht |
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| Written by Horst Mayer | |
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Reflexionen im Sportstudium Chi-Sao ist die Trainingsmethodik um die Motorischen Grundeigenschaften – und zwar speziell für das Ving Tsun – zu schulen. Diese werden unterteilt in konditionelle Fähigkeiten und koordinative Fähigkeiten. Von den konditionellen Fähigkeiten sind es vor allem Kraft (Maximalkraft, Schnellkraft, Reaktivkraft) und Schnelligkeit, die für die Trainierbarkeit des Fauststoßes relevant sind. Ausdauer kommt auch als Kombination bei der Kraftausdauer zum tragen. Beweglichkeit kann hier eher vernachlässigt werden.Im Bereich der koordinativen Fähigkeiten werden vor allem Reaktionsfähigkeit, Kopplungsfähigkeit, Umstellungsfähigkeit, Gleichgewichtsfähigkeit und kinästhetische Differenzierungsfähigkeit trainiert. Der Vorwärtsdruck muss dabei dem Partner angemessen sein und zum gemeinsamen Arbeiten genutzt werden können. Die Unterschiede variieren, je nachdem ob ich lernen, üben oder trainieren will. Die Kraftübertragung soll dabei aus dem ganzen Körper entwickelt werden um unnötige Anspannung zu vermeiden, die der Bewegungsökonomie entgegen wirkt. Im Gegensatz bzw. als Ergänzung und zur Erweiterung des Pohn-Sao, werden im Chi-Sao dann die unterschiedlichen Angriffs- und Abwehrverhaltensweisen trainiert. Sobald die koordinativen Fähigkeiten im Pohn-Sao ein gewisses Maß erreicht haben, sollten hier die konditionellen Fähigkeiten und vor allem der Kraftaustausch fokussiert werden. Das Training der Fähigkeiten ist aber nicht isoliert zu betrachten, sondern die unterschiedlichen Bereiche ergänzen sich und bauen aufeinander auf bis hin zu den spezifischen Fertigkeiten (Techniken) des Ving Tsun. Das Hauptmerkmal im Chi-Sao ist das erlernen, üben und trainieren der Handlungbereitschaft im Sinne von Schlagbereitschaft. Durch den Einsatz beider Arme unter Verwendung der gesamtes Körpers (Übertragung der Kraftkette über die Hüfte) ist es das Ziel, den Partner mit beiden Händen angreifen zu können und den Einsatz seiner Arme zu verhindern, indem durch das kreuzen der Arme und verdrehen seiner Körperachsen, seine Handlungsbereitschaft eingeschränkt wird. Durch den ständigen Vorwärtsfluss und dem Einsatz des tiefen Ellenbogens – zur Verbesserung der Hebelverhältnisse bei der Kraftübertragung – wird ein gemeinsamer Kraftaustausch ermöglicht, der zum gegenseitigen Strukturaufbau (Stabilität) genutzt wird. Um auch bei Bewegungsabfolgen eine starres Sektionsdenken zu vermeiden ist es wichtig sich vorher darüber im Klaren zu sein, was (Inhalt) will ich wie (Methodik) und wozu (Ziel) erreichen. Auch ist hier zu überlegen, welche Schwerpunkte zwischen Zielen, Methoden und Inhalten gesetzt werden. Der Stellenwert des Chi-Sao für das Training ist unerlässlich, weil dieser ganze Komplex zusammen mit Dahn-Chi, Pohn-Sao und auch Lap-Sao eben das besondere Partnertraining des Ving Tsun darstellen: Wir haben hier einen sehr guten Werkzeugkasten um individuell alle kampfrelevanten Fähigkeiten und Fertigkeiten zu schulen. Horst Mayer 2007-12-14 |
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